Rikswaterstaat – die nationalen Straßen- und Wasserbaubehörden

Die Seehundauffangstation A Seal befindet sich an einem ganz besonderen Teil der Niederlande, direkt neben dem Haringvlietdamm. Der Damm ist ein Teil der Deltaroute. Dabei handelt es sich um insgesamt dreizehn Sturmflutwehre, die die Niederlande vor den Urgewalten des Meeres schützen.
Der Haringvlietdamm ist einen Kilometer lang und verbindet die Inseln Voorne-Putten und Goeree-Overflakkee. Der Damm wurde über einen langen Zeitraum von 1956 bis 1970 gebaut. Bei der Haringvlietschleuse handelt es sich um einen Teil der Deltawerke. Diese Schleuse befindet sich zwischen der Nordsee und dem Haringvliet. Sie sorgt dafür, dass der Wasserstand im Haringvliet und den dazugehörenden Flüssen konstant bleibt. Dadurch beschützt sie das Hinterland gegen Hochwasser aus dem Meer. Bei Ebbe werden 70 % des Flusswassers aus dem Rhein und der Maas durch die Schleuse abgeführt. Diese Regulierung lässt sich gut mit einem Wasserkran vergleichen, den man auf- und zudreht. Aus diesem Grund nennt man die Haringvlietschleuse auch den Wasserhahn Europas.

haringvlietsluize

Die Schleusen trennen das Haringvliet von der Nordsee ab. Dadurch gibt es im Haringvliet Süßwasser und kaum Gezeiten. Ab 2018 will der Rijkswaterstaat die Schleusen einen Spalt öffnen. Dadurch wird dann der Austausch von Süß- und Seewasser im Haringvliet ermöglicht, und die Süßwasserlandschaft verändert sich wieder in eine Mischzone. Dann werden sich die für dieses Gebiet früher so typischen Pflanzen und Tiere, wie beispielsweise Lachse, wieder ansiedeln können.